Thermische Simulation

Mit Hilfe eines dynamischen Simulationsprogramms können die energetischen Eigenschaften eines Gebäudes und die sich darin einstellenden thermischen Bedingungen prognostiziert werden. Zum einen lassen sich Energiemengen der einzelnen Verbraucher bestimmen und mittels Parameter- und Sensitivitätsanalyse ein energetisch optimiertes, aufeinander abgestimmtes Konzept zwischen Gebäudehülle und Anlagentechnik entwickeln.

 

Weiterhin lassen sich die komplexen und dynamischen Wechselwirkungen zwischen den Bauteilen und Anlagenkomponenten des Gebäudes hinsichtlich der Raumklimakategorisierung nach DIN EN 15251: Eingangsparameter für das Raumklima zur Auslegung und Bewertung der Energieeffizienz von Gebäuden – Raumluftqualität, Temperatur, Licht und Akustik, und der Bewertung der Behaglichkeit nach DIN EN ISO 7730: Ergonomie der thermischen Umgebung betrachten. Dies erfolgt durch eine analytische Bestimmung und Interpretation der thermischen Behaglichkeitsparameter sowie der Berechnung des PMV- und des PPD-Indexes und weiterer Kriterien der thermischen Behaglichkeit.

Grundlage der Simulationsberechnungen sind standortabhängige, stündliche Klimadaten, die als Testreferenzjahre des Deutschen Wetterdienstes im Simulationsprogramm implementiert sind. Damit lassen sich ortsbezogen sehr detaillierte Aussagen zu den Wechselwirkungen des Außenklimas und den energetischen Eigenschaften des Gebäudes ableiten.