Raumakustische Simulation

Normative Berechnungen zur Raumakustik in Räumen basieren auf DIN 18 041: Hörsamkeit in kleinen bis mittelgroßen Räumen, oder VDI 2569: Schallschutz und akustische Gestaltung im Büro. Um allerdings für bestimmte Raumtypen und Nutzungen detaillierte Empfehlungen zur Erreichung einer akustischen Behaglichkeit zu erhalten, ist der Einsatz von raumakustischen Simulationen und Auralisationen erforderlich. Damit kann insbesondere bei der Planung von Räumen mit flexibler Nutzung wie z.B. Atrien oder Auditorien aber auch von Großraumbüros oder größeren Konferenzräumen eine hohe Planungssicherheit erreicht werden.

 

Während mit den rechnerischen Ansätzen zur Bestimmung der Nachhallzeit oder der erforderlichen äquivalenten Schallabsorptionsfläche die räumlichen Gegebenheiten und die örtliche Anordnung der Absorptionsflächen unberücksichtigt bleiben, gehen diese in die raumakustische Simulation ein. Dabei können außer der Nachhallzeit (T) weitere raumakustisch Parameter,  wie zum Beispiel die Sprachverständlichkeit (STI), die Schalldruckpegelverteilung im Raum (SPL), das Deutlichkeitsmaß (D) oder die mittlere freie Weglänge an ausgewählten Raumbereichen prognostiziert werden. Dabei handelt es sich um raumakustische Parameter, die sich üblicherweise erst nach Fertigstellung messtechnisch bestimmen lassen. Der Einsatz einer raumakustischen Simulation stellt daher einen wichtigen Planungsbaustein in der Optimierung von nutzerorientierten und effizienten Gebäuden dar.